Am Freitagabend begeisterte unsere Theater-AG der Jahrgänge 5 – 7 mit ihrer Inszenierung das Publikum in der Aula des Schulzentrums Saterland.
Nach der erfolgreichen Inszenierung von „Die litje Prins“ vor zwei Jahren (https://www.youtube.com/watch?v=Psthlawv1kQ) war es an dem Abend wieder soweit: 23 Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre neue Produktion „Momo, de griese Heeren un ju Tied fon alle Moansken.
Das Stück, welches AG-Leiterin Marion Horst selbst nach der Romanvorlage von Michael Ende geschrieben hatte und nun mit der Arbeitsgemeinschaft auf die Bühne brachte, war in Teilen von Gretchen Grosser ins Saterfriesische übersetzt worden. Und Herr Kramer, der Seeltersk bei uns an der Schule auch als Unterrichtsfach anbietet, half den jungen Schauspielern bei der richtigen Aussprache, der für sie teilweise gänzlich neuen Minderheitensprache. Denn in dieser Theaterfassung wird Momo von Beppo nicht wie im Roman im Amphittheater gefunden, sondern in einer kleinen Moorkate im Saterland. Momo bringt Licht ins Leben der Dorfbewohner, bis plötzlich mit dem Zufrieren der Moore graue Herren die Sandinsel Seelterlound bevölkern und den Menschen ihre Zeit und ihr „Seeltersk“ rauben. Momo und ihre Freunde müssen wie in der Buchvorlage etwas tun, bevor es zu spät ist. Und so begann am Freitagabend das Abenteuer, das alle in den Bann zog ...
Die Szenen in hochdeutscher und saterfriesischer Sprache waren oft selbsterklärend, sodass auch die großen und kleinen Zuschauer alles verstehen konnten, die kein Saterfriesisch sprechen.
Nur mit großem Engagement und Durchhaltevermögen beim Lernen der Texte und beim Inszenieren auf der Bühne hatte sich die Theater-AG in zahlreichen AG-Stunden und in der Freizeit das abwechslungsreiche Bühnenstück bis zu diesem Zeitpunkt erarbeitet.
Unterstützt wurde die Theater-AG nun tatkräftig mit aufwendigen Licht- und Toneffekten von zwei Schülern (Robert Plump, 7b, und Marcel Brand, 8c), die aus der Bühnentechnik-AG von Oliver Thoben kamen. Bühnenbildelemente stammten von der Bühnenbild-AG, die seit einem Jahr eigenverantwortlich von den zwei Zehntklässlerinnen Lena Sassen und Jule Thomes geleitet wurde.
Selbst einen Maskenbildnerkurs, den Hanna Fendesack vom Staatstheater Oldenburg zwei Wochen vorher am LSG angeboten hatte, war von Mädchen aus dem 9. und 10. Jahrgang genutzt worden, um sich auf das Schminken der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler vorzubereiten. Und auch das ankündigende Plakat war im Vorfeld gemeinschaftlich von Jule Thomes und Valeria Geiger angefertigt worden.
Insgesamt bewies die Aufführung, dass sich das gemeinsame Engagement der vielen Teilnehmer und Helfer absolut gelohnt hat, um ein so tolles Theaterprojekt auf die Bühne zu zaubern.
Ausgewählte Szenen wird die Arbeitsgemeinschaft auch beim 2. Plattdüütschen Schooltheaterdag am 10.06.2016 im Graf-Anton-Günther-Gymnasium in Oldenburg präsentieren.
Einige Fotos der Aufführung können Sie hier einsehen.